Evidenzbasierte Jurisprudenz : Methoden empirischer Forschung und ihr Erkenntniswert für das Recht am Beispiel des Gesellschaftsrechts.

Wie gewinnen Juristen ihr Wissen über die Lebenswelt, die sie regeln? Erfahrung ist eine wichtige Erkenntnisquelle, aber die komplex vernetzte Wissensgesellschaft erfordert zunehmend auch empirische Rechtsforschung. Dabei sind die Methoden empirischer Forschung gar nicht so leicht zu handhaben und i...

وصف كامل

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التفاصيل البيبلوغرافية
المؤلف الرئيسي: Hamann, Hanjo
التنسيق: الكتروني كتاب الكتروني
اللغة:الألمانية
منشور في: Tübingen : Mohr Siebeck, 2020.
سلاسل:Grundlagen der Rechtswissenschaft.
الموضوعات:
الوصول للمادة أونلاين:EBSCOhost
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505 0 |a Cover -- Titel -- Vorwort -- Inhaltsübersicht -- Inhaltsverzeichnis -- Hinweise zur Quellenarbeit -- 1 Standortbestimmung und Untersuchungsprogramm -- A. Evidenzbasierte Jurisprudenz -- I. Der Begriff -- II. Das Programm -- III. Gang der weiteren Darstellung -- B. Recht und Empirie -- C. Empirie als Methode -- D. Bruchlinien in der Empirie -- I. Qualitative und quantitative Empirie -- II. Grundlagen- und Anwendungsforschung -- E. Produktion und Rezeption von Empirie -- I. Juristen als Produzenten empirischer Forschung -- II. Juristen als Rezipienten empirischer Forschung 
505 8 |a III. Juristen als Spekulanten empirischer Forschung -- F. Schnittstellen zur Empirie -- I. Rechtsdogmatik -- II. Rechtspolitik -- III. Rechtswissenschaft -- G. Empirie und Gesellschaftsrecht -- I. Rechtstatsachenforschung -- II. Ereignisstudienforschung -- 2 Grundlegung einer pragmatischen Rezeptionslehre -- A. Die Phasen quantitativ-empirischer Forschung -- I. Recherche -- 1. Anekdotische Evidenz und Lebenserfahrung -- 2. Kumulative Evidenz und empirische Erkenntnis -- II. Planung -- 1. Gültigkeitskriterium: Eindeutigkeit oder Übertragbarkeit 
505 8 |a 2. Erkenntnisinteresse: beschreibend, schließend oder erkundend -- 3. Operationalisierung: Variablen und ihr Skalenniveau -- 4. Datenquelle und Erhebungsart: Längs- oder Querschnitt -- 5. Stichprobengröße: Effektgröße, Spezifität und Teststärke (power) -- 6. Hypothesen und Auswertungsmethoden -- III. Erhebung -- IV. Auswertung -- 1. Beschreibende (deskriptive) Statistik -- 2. Schließende (inferentielle) Statistik -- a) Schließende Statistik als angewandte Rhetorik -- b) Bayesianische und frequentistische Statistik -- c) Grundschema der frequentistischen Statistik 
505 8 |a 3. Erkundende (explorative) Statistik -- V. Deutung -- VI. Veröffentlichung -- 1. Qualitätskontrollen -- 2. Strukturelle Engpässe -- 3. Mangel an Replikationen -- 4. Subjektivität und Willkür -- VII. Synthese -- 1. Forschungsbericht (narrative review) -- 2. Forschungsauswertung (meta analysis) -- a) Grundprinzip -- b) Ablauf -- c) Vorteile -- 3. Theoriebildung -- B. Grundsätze der empirischen Rezeption -- I. Alle empirische Forschung ist implizit normativ -- II. Sorgfältige Planung geht vor statistischer Raffinesse -- III. Ohne Hypothese kein Ergebnis 
505 8 |a IV. Ergebnis ist nicht die Signifikanz, sondern die Effektgröße -- V. Ein Bild sagt mehr als tausend Signifikanzen -- VI. Statistik darf keine Magie, muss aber MAGIC sein -- VII. Synthese vor Primärstudien, Forschungsauswertung vor -bericht -- C. Weitere Literatur -- 3 Die Gültigkeiten empirischer Forschung -- A. Das grundlegende Spannungsverhältnis -- I. Vorbemerkungen zur Gültigkeitenlehre -- II. Eindeutigkeit (innere Gültigkeit) -- III. Übertragbarkeit (äußere Gültigkeit) -- B. Beobachtung und Experiment -- I. Zum Beispiel Anreizwirkung der Vorstandsvergütung 
505 8 |a II. Korrelationsstudien -- Idealtyp der Übertragbarkeit 
520 |a Wie gewinnen Juristen ihr Wissen über die Lebenswelt, die sie regeln? Erfahrung ist eine wichtige Erkenntnisquelle, aber die komplex vernetzte Wissensgesellschaft erfordert zunehmend auch empirische Rechtsforschung. Dabei sind die Methoden empirischer Forschung gar nicht so leicht zu handhaben und ihre Ergebnisse nicht so einfach zu interpretieren, wie man annehmen möchte. Hanjo Hamann erörtert deshalb die Grundlagen quantitativ-empirischen Forschens und verbindet die kritische Reflexion empirischer Erkenntnismöglichkeiten mit spezifisch juristischen Erkenntnisinteressen. Daraus entsteht eine pragmatische Rezeptionslehre, die nach dem Vorbild der "evidenzbasierten Medizin" besonderen Wert auf sogenannten Metastudien legt. Deren praktischen Nutzen erprobt der Autor vor allem an den empirischen Grundannahmen des gesellschaftsrechtlichen "Kollegialprinzips", die sich aus dessen dogmatischer und rechtsvergleichender Analyse ergeben. Hanjo Hamann erhielt für seine Dissertation den Dissertationspreis der Esche Schümann Commichau Stiftung, den Telekom-Preis für Zivilrecht der Universität Bonn sowie die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. 
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